Die Stadt hat wieder einen Pfarrer

Waldkirchen. Die Adventszeit ist ein Lichtblick im trüben November. Und gleich zu Beginn dieser vielzitierten “staaden Zeit” hatte ein Warten ein Ende: Der Pfarrverband Waldkirchen, Karlsbach, Böhmzwiesel konnte nun auch hochoffiziell den Geistlichen Michael Nirschl begrüßen. Nach vier Monaten Vakanz ist seit Samstag die Stelle des Stadtpfarrers wieder besetzt.

Wie berichtet, wurde der Seelsorger an der Landkreisgrenze in Außernbrünst von der Rinchnacher Feuerwehr an die Waldkirchner Feuerwehrler übergeben. Im Feuerwehrhaus war ein gegenseitiges Kennenlernen angesagt. Danach formierten sich beide Wehren zu einem Zug in Richtung Stadtpfarrkirche – in ihrer Mitte Pfarrer Nirschl.

Vor dem Kirchenportal erwarteten den Seelsorger die Bläser um Hans Draxinger sr. sowie Kaplan Michael Klug, Monsignore Alfred Ebner, Pfarrvikar Francis Pinnaka, Diakon Konrad Niederländer, Waldkirchens Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wiggal Kern, Bürgermeister Heinz Pollak sowie viele Pfarrangehörige aus dem ganzen Verband.

Bürgermeister versprichtein gutes Miteinander“Erwartungsvoll und freudig stehen wir Kinder an unserer Kirchentür, um Sie, hochwürdiger Herr Michael Nirschl, in Waldkirchen zu begrüßen hier” – mit diesen feierlichen Worten wurde der Priester begrüßt.

“Wir haben wieder einen Pfarrer!”, rief Wiggal Kern dann freudig aus, der im Namen des Pfarrverbandes den neuen Geistlichen mit einem Blumengruß herzlich willkommen hieß und ein gutes Ankommen wünschte. Auch begrüßte er die Pfarrangehörigen, Feuerwehrkameraden und viele Gäste aus Rinchnach.

Im Namen der gesamten Stadt hieß Bürgermeister Heinz Pollak, den Pfarrer als Waldkirchner Neubürger willkommen und bereitete Nirschl ein besonderes Geschenk: Er werde mit ihm persönlich Waldkirchen und Umgebung erkunden. Auch sicherte er ein gutes Miteinander von Kommune und Kirche zu. “Ja, Herr Bürgermeister, darauf freue ich mich, denn ich bin wirklich ein unbeschriebenes Blatt hier – ich war schon froh, ohne Navi nach Waldkirchen gefunden zu haben”, scherzte Pfarrer Nirschl.

Der Seelsorger sei ja schon seit Monaten in Verbindung mit Kern und Pollak. Bei der Feuerwehr sei er gern aktiv dabei. Er hoffe auf eine aktive Freundschaft zwischen den Wehren und Besuche aus Rinchnach.

Pfarrer Nirschls erste AmtshandlungAnschließend folgte Nirschls erste Amtshandlung mit der Eröffnung des Advents. Ministranten und das Seelsorgeteam begleiteten den Priester beim ersten Einzug in seine neue Dienststelle. “Altes vergeht – Neues kommt. Dabei gilt es immer wieder, Abschied zu nehmen – um offene neue Türen zu öffnen. Die herrschende Dynamik solle man in den Advent mit hineinnehmen,” sagte Nirschl.

Der Trachtenverein Grenzlerbuam Ratzing und Frauen aus Dorn banden den Adventskranz. Um den versammelten sich auch die Trachtler, die die Messe ausgearbeitet hatten und ihr den musikalischen Rahmen gaben. Pfarrer Nirschl segnete den Kranz und entzündete in das Dunkel hinein die erste Kerze. Der Zweigesang besang das “Liachtl am Kranz” und Max Pöschl spielte an der Orgel.

Das Evangelium nach Matthäus verkündete Diakon Konrad Niederländer. Nach Aussetzung des Allerheiligsten spendete Pfarrer Nirschl den Gläubigen den Adventssegen.

Dann ging es zum Adventsmarkt rund um die Kirche. Dieser lud mit Leckereien und originellen Bastelsachen zum Bummeln, Genießen und einem Ratsch mit dem neuen Herrn Pfarrer ein. Ministranten und Pfarrgemeinderat hatten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um Ihre Gäste mit allerlei Vorweihnachtlichem zu verwöhnen. Neben gebastelten Raritäten gab es Punsch zum Aufwärmen und für den Hunger Bratwurstsemmeln. Ein Highlight waren die Bilder der Heiligen Familie auf Holz des Künstlers Samuel Wandira. – Reinhilde Schreiber/pnp

Fotoreihe Empfang Pfarrer Nirschl

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