EINFACH MAL ABSCHALTEN

EINFACH MAL ABSCHALTEN

„Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.“ (Ps139,5)

Was machen Sie im Urlaub? Vielleicht antworten Sie: „Einfach mal abschalten! In den letzten Monaten ist so viel auf mich zugekommen … darum: erst einmal abschalten!“ ich halte das für wichtig und gut. Mir geht es so, dass ich dann überhaupt erst wieder das entdecke, was mich ständig umgibt: meine Terrasse, meine Freunde. All das ist immer da, aber es ist zugedeckt durch die Anforderungen, die durch die Arbeit auf mich einstürzen.

Wenn ich den Satz aus dem 139. Psalm lese, dann wird mir klar: dem, der das sagte, dem muss es so ähnlich gegangen sein. Der hat sich mal Zeit genommen, tief durchgeatmet und dann staunend gesagt: „du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.“

„Ist das denn wirklich wahr?“, werden Sie vielleicht fragen. Mehr als nur Schwärmerei? Ist denn in all dem, was mich umgibt, Gott? NEIN — in dem, was mich umgibt, ist nicht Gott. Aber Gott ist so, wie das, was mich umgibt: eben immer da. Ich spüre nur seine Gegenwart nicht, seine schützende Liebe nehme ich nicht wahr. Gott ist unser „Lebenselixier“, sagt dieser Satz, eben so, wie die Luft, die wir atmen, eben selbstverständlich atmen. Wie sehr wir sie brauchen, das merken wir erst, wenn sie uns fehlt. Der Psalmbeter staunt. Er fühlt sich geborgen, weil er erkennt: „was ich auch tue — Gott ist da. Wo ich auch bin — Gott ist da!“
Und der Beweis dafür? Er hat keinen und ich kann Ihnen auch keinen geben. Ihm sind damals die Augen aufgegangen für Gottes ständige, stille Gegenwart in seinem Leben.

Dass Ihnen und mir die offenen Augen geschenkt werden, wie sie der Psalmbeter hatte, das ist mein Urlaubswunsch für Sie und mich!

Schöne Ferien, gute Erholung und Gottes Segen in den kommenden Ferien– und Urlaubswochen wünscht Ihnen

Ihr

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