Der Pfarrverband feiert seine Seelsorger

 

 

Waldkirchen. “Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir” (Psalm 86,11) hieß der Wahlspruch aller vier Seelsorger zum Weihejubiläum. Es war ein außergewöhnlicher Tag, der in die Kirchengeschichte des Pfarrverbandes Waldkirchen, Böhmzwiesel, Karlsbach Einzug gehalten hat. Denn zum Kirchenpatrozinium St. Peter und Paul feierten mit Monsignore Alfred Ebner (50 Jahre), Pfarrer Bruno Pöppel (25 Jahre), Pfarrvikar Francis Pinnaka (25 Jahre) und Bischöflich Beauftragtem Diakon Konrad Niederländer (10 Jahre) gleich vier Seelsorger ihr persönliches Priester- bzw.

Dem Stadtpfarrer oblag als Gastgeber die Begrüßung. Viele seien gekommen, die das Weiheleben 50, zweimal 25 oder 10 Jahre begleitet und unterstützt hätten. Ihnen hätten die Jubilare viel zu verdanken. Die Lesung verlasen Dr. Peter Seidl und Josef Saiko. Diakon Konrad Niederländer verkündete das Evangelium nach Markus.

Werkstetter betonte, Priester und Diakone seien von Gott als Stellvertreter der Kirchenbegründer Petrus und Paulus gesandt. “Liebe Jubilare. Das Wort der Heiligen Schrift legt vor allem Wert auf verantwortungsvollen Dienst in höchster Würde!” Wunsch des Domkapitulars an alle vier war, innige Nähe zu Christus zu pflegen. In den Fürbitten wurde um den Erhalt der Freude ihres Dienstes, Kraft und Begeisterung gebeten sowie um den Beistand des Heiligen Geistes. Nach der Eucharistiefeier trat Pfarrer Pöppel an den Ambo um Danke zu sagen und die Jubilare im Einzelnen vorzustellen. Vor allem mit Monsignore Ebner verbinde ihn eine väterliche Freundschaft, in seine “großen” Fußstapfen sei er 2007 getreten.

Jeder Mensch brauche Freunde. Auch Pfarrer Pöppel dankte nicht nur den Jubilaren, sondern deren Familien, inklusive der eigenen, für Zusammen- und Rückhalt. “Schön, dass es Euch gibt.”

Pöppel dankte des Weiteren den wichtigen Mitstreitern in verschiedensten Gremien, Kindergärten, Schulen, Senioren, Ministranten, Chöre, den Menschen im Pfarrverband- und Pfarrräten, MesnerInnen, Lektoren, Kommunionausteilern, Sekretärinnen, Hauptamtlichen, den drei Frauenbünden und vielen Vereinen.

Landrat Sebastian Gruber freute sich, von insgesamt 110 Jahren aktive Zeit, Arbeitskraft und Einsatzfreude für die Kirche sprechen zu können. Priesterleben bringe lebenslange Verantwortung mit sich. “Dank und Anerkennung” gebühre den vier Seelsorgern, schloss sich Bürgermeister Heinz Pollak an, in Waldkirchen habe man Glück, diese bei sich zu haben. Für die weltliche Gemeinde sei eine funktionierende Religionsgemeinschaft von großer Bedeutung. “Es ist schön, dass wir euch haben!”, sagte im Namen des Pfarrverbandes auch Wiggal Kern. Allen Jubilaren galt der Wunsch: “Gesundheit und Gottes Segen!”

Als “Fanclub” outeten sich vor allem auch die drei Frauenbünde. Wertvolle Erfahrungen und Zeit habe man mit allen Jubilaren verbracht und viel gelernt, so Waldkirchens Vorsitzende Maria Binder. Symbolisch spannten vier Damen einen schützenden, begleitenden und behütenden Frauenbund-Fanschirm über die Seelsorger auf.

Die Zelebration der Messfeier wurde durch den Kirchenchor unter Leitung von Sylvia Kloiber, die Musikfreunde Waldkirchen mit Max Pöschl als Dirigenten, die Bläsern der Waldkirchner Stadtkapelle und Thomas Fürstberger an der Orgel besonders feierlich.

Nach Segen und Auszug standen an der Kirchenpforte die Gratulanten Schlange. Im schicken Anzug gingen die Jubilare anschließend Richtung Bürgerhaus. Dort wurden die Seelsorger mit Spalierstehen überrascht. Es spielte Erich Pauli auf der Diatonischen zünftig auf. Unter Beifall traten “hundertundzehn Seelsorgedienstjahre” in den Saal, um gemeinsam mit ihrer Gemeinde zu feiern. Die Frauenbundmitglieder luden zum Kuchenbuffet. Übrigens: Persönliche Geschenke haben sich die Jubilare ausgebeten. “Wer aber trotzdem meint, unbedingt etwas schenken zu müssen, der macht uns mit einem Scherflein für den Erhalt unserer Pfarrkirchen wohl das sinnvollste Geschenk!” Diesem Wunsch kamen die Gäste natürlich gerne nach.

Diakon-Jubiläum (PNP berichtete samt Lebensläufen).

Hauptzelebrant und Festprediger war Domkapitular i. R. Josef Werkstetter. Bei strahlendem Sonnenschein hielten die Jubilare in Begleitung des Domkapitulars, einer großen Ministrantenschar, der Goldhaubenfrauen, vielen Vereinsabordnungen mit Fahnen, Organisationen und Pfarrgemeindevertretern großen Einzug ins festlich geschmückte und vollbesetzte Kirchenschiff. Unter den Besuchern: Landrat Sebastian Gruber, Bürgermeister Heinz Pollak, Verwandte der Jubilare, eine Abordnung aus Bischofsmais (ehemaliger Einsatzort von Stadtpfarrer Bruno Pöppel) sowie zahlreiche kirchliche, kommunale und weltliche Würdenträger.

Reinhilde Schreiber

 

 

 

 

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