„Unter deinen Schutz und Schirm …“

Liebe Mitchristen,

„Unter deinen Schutz und Schirm …“

Mit diesen Worten beginnt die älteste bekannte Anrufung Mariens. Es gehörte bis in unsere Zeit hinein zu den Grundgebeten der katholischen Christenheit.

„Führe uns zu deinem Sohn“, heißt es darin — denn er ist der wahre Heiland. Maria als „Vermittlerin“ und „Fürsprecherin“. Diese Rolle von Maria ist keineswegs gering zu schätzen. Durch viele Jahrhunderte haben die Menschen Trost und Hilfe erfahren, weil sie kein fernes Idealbild ist, sondern eine „menschliche Mutter“. Sie hat all das erfahren dürfen und müssen: die Freude der Mutterschaft, die Sorge um das ihr anvertraute Kind, die Not des Loslassen-Müssens, die Angst um ihren Sohn, die Ohnmacht angesichts des Todes.

Heute höre ich dieses Gebet kaum noch. Es ist stiller geworden um Maria. Mit dem Marienmonat Mai rückt sie wieder etwas in den Vordergrund:
Maiandachten in den Dorfkapellen, in der Karolikapelle und in den Pfarrkirchen laden ein, Maria neu zu entdecken als Schwester im Glauben, als Vorbild, Mutter und Fürsprecherin. Ich darf Sie alle sehr herzlich einladen zur Pfarrverbandsmaiandacht am 15. Mai um 19:00 Uhr am Pfarrverbandskreuz in Höhenberg.

All diese Feiern können uns helfen, unseren Blick auf Maria neu auszurichten: auf Maria als prophetische Frau, als suchende und zweifelnde Frau, als ein Mensch, der leidet und mitleidet, als betender und sich öffnender Mensch — uns nahe, weil wir immer ein Stück von uns selbst in ihr erkennen.
So wünsche ich uns allen einen gesegneten Mai.

Ihr

 

 

 

 

 

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesmutter
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,
versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.

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