Nach der heiligen Messe kam der Osterhase zur Kirche

Ministranten als Emmausjünger – Familiengottesdienst vermittelte Osterfreude für die ganze Pfarrei Karlsbach

Auch der Gottesdienst am Ostermontag stand in der Pfarrei Karlsbach ganz im Zeichen der Osterfreude. Klein und Groß waren in die Messe eingebunden, die von Pastoralpraktikantin Stephanie Robl vorbereitet und von Pfarrer Bruno Pöppel zelebriert wurde.

Neben Osterhasen und Ostereiern zu Hause zeige es in der Kirche vor allem die große Osterkerze: „Wir feiern das größte Fest im Kirchenjahr, das Fest der Auferstehung Jesu Christi“. So leitete Stephanie Robl den Gottesdienst ein, zu dem ausdrücklich auch alle Kommunionkinder des Pfarrverbandes Waldkirchen-Böhmzwiesel-Karlsbach eingeladen waren.

Anstelle einer Predigt des Zelebranten stellten drei Ministrantinnen das Ereignis des Emmausganges pantomimisch dar, während Petra Kern und Renate Jungbauer vom Gottesdienstteam das Geschehen beschrieben.

Mit schwarzen Umhängen bekleidet drückten die beiden Emmausjünger ihre Trauer über den Tod Jesu aus, bis ihnen dieser, nachdem sie ihn beim Brotbrechen erkannt hatten, die dunklen Umhänge abnahm. Gleichzeitig ließ Regionalkantor Gerhard Berger zusammen mit dem Chor „Sperando“ von der Empore her ein mehrfaches fröhliches „Halleluja“ erschallen. Und die beiden Emmausjünger, nun mit bunten Stolen behängt, eilten voller Freude durch die Kirche und riefen immer wieder: „Jesus lebt! Er ist auferstanden!“

In den Fürbitten allerdings rückten einige erwachsene Kirchenbesucher jene Menschen in den Mittelpunkt, die diese Osterfreude nicht verspüren: Enttäuschte, Verzweifelte, Ungläubige, Hoffnungslose und Menschen, die Angst vor dem Sterben haben.

Zur Gabenbereitung brachten die vier Karlsbacher Erstkommunionkinder besondere Dinge zum Altar und wandten sich mit kurzen Gebeten an Gott: „Ein Osternest steht für die Freude und die Überraschung, die du in unsere Leben bringst. Nimm es als Zeichen für unsere Suche nach dir!“ „Die Blumen stehen für die Auferstehung allen Lebens. Nimm sie als Zeichen des Dankes für alles Leben auf der Erde!“ „Nimm die Ostergrußkarte als Zeichen der Verbundenheit mit dir und unseren Mitmenschen!“ „Brot und Wein stehen für unseren Hunger und Durst nach einem sinnerfüllten Leben. Nimm sie als Zeichen unseres Glaubens an dich, unseren Herrn und Erlöser!“

Passend zum Thema des Tages sang der Chor „Sperando“ zum Abschluss des Gottesdienstes „Bleibe bei uns, Herr“. Mit dieser Bitte konnten ja die Emmausjünger Jesus bewegen, bei ihnen zu bleiben und mit ihnen zusammen Mahl zu halten – bei dem sie ihn schließlich am Brotbrechen erkannten.

Nach dem Segen hatte Stephanie Robl noch eine erfreuliche Nachricht für die vielen Kinder, die den Gottesdienst besucht hatten: Der Osterhase hatte während der Messe rund um die Pfarrkirche viele kleine Schoko-Osterlämmchen versteckt, die es nun zu suchen galt. Ein Dankeschön ging an Wolfgang Kohlmus aus Wotzmannsreut, der dem Osterhasen die vielen kleinen Lämmchen zum Verteilen zur Verfügung gestellt hat. –fd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.