Jugendgottesdienst

Die Initiatoren: Verena Vierlinger (sitzend l.), Nils Störger (dahinter) und Kaplan Michael Klug (Mitte hinten) organisierten den lebhaften Jugendgottesdienst. Dazu gesellten sich weitere Helfer. − Fotos: Schreiber

Gemeinsam mit Kaplan Michael Klug haben Jugendliche und Firmlinge aus dem Pfarrverband Waldkirchen/Karlsbach/Böhmzwiesel einen eindrucksvollen Jugendgottesdienst in der Stadtpfarrkirche gefeiert, zu dem auch sehr viele Pfarrangehörige gekommen waren. Die Messe wurde unter der Leitung von Verena Vierlinger und Nils Störger vorbereitet und stand unter dem Motto “Christus bewegt”.

Zu Beginn stand eine Kennenlern-Aktion auf dem Programm. Die Jugendlichen gingen durch die Kirche und sprachen Menschen an, die sie nicht sehr gut oder überhaupt nicht kannten – um ihnen folgende Fragen stellen: “Was bringt mich dazu, mich zu bewegen, rein körperlich? Was hilft mir dabei mich in Bewegung zu setzen, was treibt mich an?” – “Was bewegt mich innerlich? Wovon bin ich gerührt, was bringt mich zum Lachen, Weinen, Nachdenken?” So entstanden rege Kontakte. Gegenseitig erzählte man sich, was einen bewegt, antreibt und was Kraft und Hoffnung gibt. Die Aktion wurde mit einer Gitarre begleitet.

Unter der Leitung von Matthias Knödelseder (r.) wurde die Messe musikalisch ausgestaltet.
Unter der Leitung von Matthias Knödelseder (r.) wurde die Messe musikalisch ausgestaltet.
Wie Glaube wirkt und was er bewirken kann, dazu trugen vier Jugendliche Statements berühmter Persönlichkeiten vor. Von Fußballstar Jérôme Boateng zum Beispiel: “Meine rechte Schulter schmückt ein Kreuz mit gefalteten Händen und an meinem rechten Oberarm ist zu lesen >Only God can judge me< – nur Gott kann mich richten.” Dieser Spruch begleitet den Fußballspieler seit seiner Kindheit. “Er passt zu mir. Ich glaube an Gott und weiß, dass jeder Mensch Fehler macht. Darum bin ich der Meinung, dass nur er über uns urteilen kann. Andere dürfen gerne Tipps und Ratschläge fürs Leben geben, aber richten darf nur Gott.'” Es folgten Glaubenszeugnisse von Jürgen Klopp, Denzel Washington und Til Schweiger. Letzterer mit einem Appell: “Fangen Sie an, mit Gott zu sprechen und bitten Sie ihn, dass er sich Ihnen zeigt und Sie überrascht. Gehen Sie mal wieder in einen Gottesdienst. Suchen Sie sich eine Kirche oder Gemeinde, bei der Sie das Gefühl haben: Diese Menschen leben nicht nur Tradition, sie haben etwas gefunden, was mir noch fehlt – eine lebendige Beziehung zu Gott.”

Wie könnten sich Jugendliche während eines Gottesdienstes fühlen? Diesen Gedanken griffen Verena und Maximilian Vierlinger, Jessica Donaubauer und Nils Störger im Predigtspiel auf. Dabei erklärten sie auch, was das Knien, Stehen und Sitzen in der Kirche für Bedeutungen hat.

Symbole wie Bibel, Wallfahrtskreuz, Weihrauchschiffchen und die Christuskrone brachten die Jugendlichen den Besuchern ebenfalls nahe. So sei zum Beispiel die Bibel nicht immer spannend, rege aber zum Nachdenken an. Einig waren sich die Jugendlichen, dass der Glaube an Christus die Bewegung selbst ist.

Am Ende des gelungenen Gottesdienstes sagte Kaplan Klug Danke: für die musikalische Gestaltung von “Polyton” unter Leitung von Matthias Knödelseder, die Lieder wie “Hymn” von Barcley James Harvest oder “Imagine” von John Lennon sangen. Dank auch an das Vorbereitungsteam.

Es war eine Messe, die den Nerv der Jugend traf und daher nach Wiederauflage verlangt.

Reinhilde Schreiber

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