Weihnachtsbotschaft von Altpfarrer Alfred Ebner

 

 

Zum Bild auf der ersten Seite:
Im letzten Sommer hat eine Ikonenkünstlerin den Marienzyklus in der Vorhalle
der orthodoxen Kirche im Kloster Niederalteich gemalt. Den Mittelpunkt
des Geschehens bildet das Weihnachtsereignis: Gott ist Mensch geworden.
„Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“.
Gott macht es wie wir Menschen. Die Liebe entzündet sich im Herzen und
wird zur großen Flamme. Wenn die Liebe zwischen Mann und Frau echt ist,
will sie Hand und Fuß haben.

Gottes Liebe zu uns Menschen ist total echt. Sie bekommt Hand und Fuß,
Leib und Seele in der Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus. Unsere
menschliche Liebe ist begrenzt, unbeständig, brüchig. Die göttliche Liebe, die
Liebe Jesu Christi, ist wetterfest, beständig, verlässlich für alle Zeiten und
ganz gewiss für die Jetzt- Zeit.

Das Bild sagt uns: In der Menschwerdung des Gottessohnes Jesus Christus
hat die Welt eine innere Mitte bekommen, ein Zentrum der Liebe, der Einheit,
des Friedens.

Der Himmel, Gott selbst, ist angekommen. Er lädt durch die Engel alle ein,
zur Krippe, zu Jesus Christus, zu kommen. Die Geladenen hören und kommen:
Hirten und Könige, Arme und Reiche, Kinder und Greise. Sie kommen
mit freudiger Erwartung zur Krippe, zu Jesus Christus, sehen, staunen, beten
an und gehen begeistert nach Hause.

Wenn wir das Weihnachtsbild betrachten, wenn wir zuhause oder in der Kirche
vor der Krippe stehen, dann schließt sich der Kreis um die Krippe. Die
Weihnachtstage vergehen, die Krippen werden wieder für ein Jahr abgestellt,
Christus aber bleibt. Er bleibt in unserer Herzensmitte, in der Mitte
unserer Familie, und ganz gewiss in der Mitte unserer Kirche, wenn wir uns
im Gottesdienst um ihn, um den Ambo und um den Altar versammeln.

Ihr Pfarrer i. R.
Msgr. Alfred Ebner

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